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Chaosspiel


Warum dieses Spiel ?

Eine neue Gruppe in einer neuen Umgebung? Kein Problem!

Das Ziel des Chaosspieles ist es, fremde Menschen in einer neuen Gruppe und eine neue Umgebung (z.B. auf Kinder- Jugend- und Konfirmandenfreizeiten ) spielerisch kennenzulernen.

Es entsteht zumindest in den Kleingruppen schon sehr früh eine gewisse Gruppendynamik. Es ist ein abwechslungsreiches Spiel mit viel Bewegung.

Dieses Spiel kann sowohl in einem Gebäude als auch draußen gespielt werden. Die Spielleitung hat die Möglichkeit, den Spielverlauf aktiv zu beeinflussen.

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Anleitung

Vor dem Spiel:

Die durchnumerierten Begriffskarten werden mit Klebeband im Gebäude (oder auch draußen auf dem Gelände) von der Spielleitung an unterschiedlichen Orten mit der Zahl nach oben angebracht. Die spielende Gruppe sollte dieses möglichst nicht beobachten.

In einem Raum wird auf einem Tisch der Spielplan ausgebreitet. Würfel und genügend Spielfiguren müssen bereit gehalten werden.

Die Großgruppe muß in gleich große Kleingruppen eingeteilt werden. Es muß entschieden werden, in welcher Reihenfolge die Kleingruppen in der ersten Runde spielen dürfen. In dieser Reihenfolge stellen sich dann die Gruppen vor die Tür des Spielraumes an. Die Tür muß während des Spieles geschlossen gehalten werden. Es ist sinnvoll, eine Person aus der Spielleitung vor der Tür abzustellen, um zu gewährleisten, daß keine Rangeleien entstehen und die Spielregeln eingehalten werden.

Nachdem der Gruppe die Spielregeln erklärt wurden, kann es losgehen:

Die erste Gruppe betritt den Spielraum. Eine Person dieser Gruppe würfelt. Würfelt diese Person

  • eine 1 oder eine 4, darf ein Feld vorgegangen werden
  • eine 2 oder eine 5, dürfen zwei Felder vorgegangen werden
  • eine 3 oder eine 6, dürfen drei Felder vorgegangen werden.

Die Spielfigur der Gruppe wird auf das entsprechende Feld des Spielplanes abgestellt.

Nun muß die Gruppe den Spielraum verlassen und die Begriffskarte mit der entsprechenden Zahl auf dem Spielgelände suchen .Dabei darf sich die Gruppe trennen. (Währenddessen ist die nächste Kleingruppe dran.)

Wurde die Karte gefunden, muß festgestellt werden, welcher Begriff sich dahinter verbirgt. Ist dieses geschehen, stellt sich die Gruppe vor dem Spielraum an. Der Spielleitung im Raum muß dieser Begriff ( als Beweis, daß die Karte entdeckt wurde) genannt werden. Anhand der Begriffsliste kann die Spielleitung dieses auf seine Richtigkeit überprüfen.

Stimmt dieser Begriff, so bekommt die Gruppe nun die Aufgabe, die der Zahl, auf dem sich deren Spielfigur befindet, entspricht.

Die Gruppe verläßt nun den Spielraum, erledigt die Aufgabe und stellt sich wieder an.

Wird die Aufgabe zur Zufriedenheit der Spielleitung im Spielraum präsentiert, darf die Gruppe weiter würfeln.

Spielregeln:

  • Jede Kleingruppe darf den Spielraum nur allein und komplett betreten.
  • Anstellen darf sich aber auch nur ein(e) Vertreter(in) der Kleingruppe.
  • Beim Würfeln soll die Gruppe sich untereinander abwechseln.
  • Bevor die erfüllte Aufgabe der Spielleitung präsentiert wird, muß die Kleingruppe erst den Spielraum verlassen und sich hinten anstellen.
  • Ist ein falscher Begriff genannt worden oder ist eine Aufgabe nicht zur Zufriedenheit der Spielleitung präsentiert worden, so muß die Kleingruppe den Spielraum wieder verlassen und sich hinten anstellen.
  • Es dürfen keine Spielkarten manipuliert, umgehängt oder entfernt werden, ansonsten wird die entsprechende Kleingruppe komplett disqualifiziert.
  • Es darf den anderen Gruppen nicht verraten werden, welche Aufgabe gerade ausgeführt werden soll.
  • Gewonnen hat erst die Kleingruppe, die die letzte Aufgabe vollständig erledigt und diese der Spielleitung präsentiert hat.

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Material und Vorbereitungen

Die Spielleitung sollte mind. aus zwei Personen bestehen. Das Spiel ist geeignet für eine Gruppengröße von etwa 8 - 40 Teilnehmern und Teilnehmerinnen.

Der Spielplan:

Ein Spielplan muß erstellt werden. Dieser Plan sollte nicht zu klein sein (mind. DIN A2). Er kann einfach handschriftlich mit einem dicken Filzstift erstellt werden. Pro Aufgabe gibt es ein Feld. Die Felder sind durchgängig numeriert. Es gibt noch ein extra Zielfeld.

 

Zusätzlich wird ein Würfel und pro Kleingruppe eine Spielfigur ( z.B. "Mensch ärgere dich nicht"-Steinchen) benötigt.

Die Spielkarten:

Pro Aufgabe muß ein Pappkärtchen (ca. DIN A6) erstellt werden. Die Karten werden durchgängig numeriert ( Beispiel 1 bis 40). Auf die Rückseite der Karten werden unterschiedliche und ganz beliebige Begriffe geschrieben. Die Zahlen und Begriffe müssen groß und gut lesbar sein. Es muß eine Liste mit den Zahlen und den dazugehörigen Begriffen erstellt werden.

Die Aufgaben:

Eine Liste mit durchnumerierten Aufgaben muß hergestellt werden. Die Aufgaben sollten ohne viel Aufwand erledigt werden können und dem Durchschnittsalter der Teilnehmer und Teilnehmerinnen entsprechen.

Aufgabenbeispiele:

Zubehör, das zur Erledigung der Aufgaben benötigt wird, muß von der Spielleitung zur Verfügung gestellt werden. Außerdem ist es immer sinnvoll, einen Lösungsbogen zur Kontrolle für die Spielleitung vorzubereiten.

Checkliste:

Spielplan

Spielfiguren

Würfel

Kärtchen

Stifte

Klebeband

Material
(zum erledigen der Aufgaben)

Aufgabenliste

Lösungsliste

Begriffsliste

evtl. Preise

 

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Tipps zur Durchführung

Hier noch einige Tipps für die Spielleitung:

Die Aufgaben sollten sich auf die neue Umgebung und auf die Gruppe beziehen.

Damit aus den Kleingruppen niemand untergeht, sollte sie nicht Größer, als fünf Personen sein.

Je mehr Personen als Spielleitung mitarbeiten, um so angenehmer ist es. Im Spielraum kann man sich die Arbeit teilen, z.B. kontrolliert eine Person die Begriffsliste, eine Andere die Aufgabenliste und die Dritte führt Protokoll, welche Kleinrgruppe gerade was tut, damit die Übersicht nicht verloren geht. Günstig ist es, wenn jemand aus der Spielleitung direkt vor der Tür steht und vor Eintritt der Kleingruppe überprüft, ob dieses komplett ist. Wieder eine andere Person könnte das Spielfeld, auf dem die Begriffskarten verteilt sind, im Auge behalten, damit nicht geschummelt wird (Karten umhängen oder abreißen...).

Die Spielleitung kann durch abweichen von dem Aufgabenzettel den Spielverlauf beeinflussen. Wenn eine Kleingruppe weit zurück fällt und die Lust verliert, könnte die Aufgabe z.B. ein Joker sein, damit das aufholen nicht zu weit in die Ferne rückt. Umgekehrt könnte eine Kleingruppe, die weit voraus ist, eine besonders aufwendige Aufgabe bekommen.

Für die Teilnehmer(innen) wäre es sicherlich motivierender, wenn für die siegende Gruppe ein kleiner Preis in Aussicht steht. Trostpreise sollte es m.E. auch geben.

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(Mit freundlicher Genehmigung von Conni Holtz)




 
 


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