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Leiter oder Nicht-Leiter ?


Viele Träger von Massnahmen arbeiten mit einem gleichberechtigten Team ohne Leitung. Andere wiederum bevorzugen den Einsatz eines sogenannten Leiters, der die Geschicke auf der Freizeit lenken soll.

Die Meinungen, welche Variante besser ist, sind sicher unterschiedlich.


Wann ist ein Leiter nicht notwendig ?

  • wenn die Betreuerzahl sehr niedrig ist (sprich 2, max. 3 Personen)
  • wenn sich das Team bereits gut kennt und gerne so arbeiten möchte
  • wenn auch ohne Leiter alle wichtigen Aufgaben so verteilt werden, dass diese kompetent wahrgenommen werden können



Wann macht ein Leiter Sinn ?

  • wenn die Kinder- und Betreuerzahl höher ist (ca. ab 3 oder 4 Personen)
    • Auch Teams unterliegen gewissen Gruppendynamiken !
      Wenn keiner die feste Verantwortung hat, kann dies dazu führen, dass sich einer auf den anderen verlässt, Rollen nicht klar verteilt sind oder um solche gestritten wird !
  • wenn im Team mehrere Leute mitfahren, die noch gar keine bzw. wenig Erfahrung mit Freizeiten haben
    • Neulinge und weniger Erfahrenere brauchen auf der Massnahme feste und kompetente Ansprechpartner
    • Eine kompetente Leitung vermittelt Sicherheit !



Meine persönliche (und damit subjektive) Meinung

Die Realität ist meist die, dass sich bei größeren Massnahmen (20 oder mehr Kinder, 4-6 Betreuer) viele im Team nicht kennen !!
Dazu sind viele Betreuer oft unerfahren oder gerade in einer sozialen Ausbildung.
Ehrenamtliche Betreuer, die jahrelang (auch in ihrem gesetzlichen Jahresurlaub) auf Kinderfreizeit fahren, sind recht dünn gesät !!

Ich spreche mich ganz klar für eine Leitung aus, wenn es sich um halbwegs größere Massnahmen handelt !

Ein fester Leiter, möglichst mit pädagogischen Grundlagen und Praxiserfahrungen kann und sollte mit dem Betreuerteam einen demokratischen und vernünftigen Weg gehen.

  • Er sollte zusammen mit allen Leuten die Massnahme so vorbereiten, dass jedes Teammitglied die Möglichkeit hat, sich nach seinen Stärken einzubringen.
  • Er soll als Ansprechpartner für das Team und den Träger fungieren
  • Der Leiter soll dem Team auch dazu dienen, mit kompetentem Feedback zu arbeiten
  • Er soll dem Team, gerade auch jüngeren Betreuern, Sicherheit in deren Handeln geben (Lob, Vorleben von Tun und Handeln)
  • Im Umgang mit den Betreuern empfiehlt sich der demokratische Führungsstil, wobei der Leiter bei wichtigen Fragen
    (z.B. Heimschicken eines Kindes) das letzte Wort haben sollte !

 




 
 


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