Little Indian
Konzept:
- Die Kinder bekommen vor der Massnahme eine Vorgeschichte, die als Einleitung in die Freizeit dienen soll
- Am ersten Tag tritt dann der Rat der Weisen (alle Betreuer) mit den Kindern zusammen und erklärt, dass es nur dann wieder einen "Little Indian" geben kann, wenn alle zusammenhelfen. Aus diesem Grunde bekommt jede Gruppe eine Aufgabe, die sie am ersten Tag anpacken und am dritten Tag vorstellen muss.
- Der erste Tag dient dann dazu, aus den einzelnen Gruppen Indianerstämme zu machen.
Beispiele: Indianerschmuck, Fahne basteln, Kriegsgeheul üben, Schminken etc.

- Danach befassen sich die Gruppen mit ihrer Aufgabe.
Beispiele: Basteln eines Totempfahls, einer Fahne; Einüben eines Regentanzes;
Einüben eines Indianerliedes usw. - Das besagte Amulett (siehe Geschichte) findet man nur, wenn man alle Teile einer mehrteiligen Schatzkarte (aus echtem Leder) gefunden hat. Diese sind auf der Freizeit alle 2-3 Tage zu verstecken, so dass sie die Kinder "finden" können. Hat die Großgruppe alle Teile, so sollte klar sein, wo sich das Amulett befindet.
- Allerdings darf es nur dann gesucht werden, wenn der Mond scheint. Ein hervorragender Aufhänger also für eine Nachtwanderung !!
- Während der Freizeittage aber gilt es genauso, die Kinder auf die 5 Tugenden zu testen.
Dies lässt sich sehr gut in Olympiaden, Schnitzeljagden etc. durchführen. - So, gegen Ende der Massnahme (mit gefundenem Amulett) ist nun klar, WER es sich verdient hat, zur Wahl des neuen Little Indians aufstellen zu lassen ! Sicher gibt es hier für jedes Kind Gründe, warum es teilnehmen darf (brave Kinder, Mauerblümchen, mutige Kinder, Kinder die was tolles gemacht haben, Kinder denen es einfach gut tun würde) !!
Vorgeschichte:
Vor vielen Monden, im Land der Meskaleros, war es Brauch unter den Indianern,
jedes Jahr einen Little Indian zu wählen:
Das Indianerkind, welches sich ganz besonders durch 5 Tugenden auszeichnet
- Tapferkeit
- Menschlichkeit
- Spürsinn
- Kreativität und
- Geschicklichkeit
Das Ritual wurde alle 10 Jahre gefeiert und es war Gesetz, dass der letzte "Little Indian" der gewählt wurde, seinem Nachfolger mit der Überreichung des Khemano - dem wertvollsten indianischen Amulett - gratulierte. Niemand sonst durfte dies tun.
So auch im Jahr 1804, dem Jahr, in dem der "Little Indian" zum letzten Mal gewählt wurde.
Die Freude war groß bei Häuptling "Großer Bär" und seiner Squaw "Weisse Taube" als ihr Sohn Pagooh als bester Jüngling das Khemano überreicht bekam.
Die folgende Nacht wurde gefeiert, getanzt und gegessen.
Es sollte die letzte Nacht für Pagooh und seine Familie werden. Als seine Eltern am nächsten Morgen sein Zelt betraten war Pagooh verschwunden - und mit ihm das Khemano !
Seine Eltern waren verzweifelt, suchten mondelang nach ihrem Sohn, doch stets erfolglos.
Bis zum heutigen Zeitpunkt konnte niemand das mysteriöse Verschwinden Pagoohs erklären.
Nie wieder wurde seitdem ein "Little Indian" gewählt.
Der Wunsch von Pagoohs Eltern, dass dies erst wieder geschieht, wenn Klarheit über das Verschwinden ihres Sohnes herrscht, war von allen Indianern respektiert worden.
Gerüchten nach soll das Khemano 200 Jahre später in einem entfernt gelegenen Reservat (der Ort wo die Kindererholung stattfindet) gesehen worden sein. Einem Ort in den Bergen, den es nun zu erkunden gilt, auf dass es bald einen neuen "Little Indian" gibt !
Mögliche Aktionen:
- Indianerolympiade (5 Disziplinen, angelehnt an den 5 Tugenden)
- z.B. Anschleichen (Spürsinn)
- Zielschiessen (Geschicklichkeit)
- Höhlenmalerei (Kreativität)
- Nettes Gedicht (Menschlichkeit)
- Hindernislauf mit verbundenen Augen (Tapferkeit)
- Entführung einer Squaw (Schnitzeljagd)
- Bastelvormittag (Instrumente wie Rasseln, Trommeln; Lager bauen, Schmuck etc.)
- Grillabend
- Wahl des Little Indians (siehe Programm)
- und vieles mehr
