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Pädagogische
Fragen

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1.
Rauchen |
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Dürfen
Kinder im Ferienlager rauchen ?
NEIN,
selbstverständlich nicht !
mehr ...
GESETZESGRUNDLAGE
Das Gesetz zum Schutze
der Jugend in der Öffentlichkeit (Artikel 1
des Gesetzes zur Neuregelung des Jugendschutzes
in der Öffentlichkeit) besagt, dass
"das Rauchen in der Öffentlichkeit Kindern
und Jugendlichen unter Achtzehn Jahren nicht gestattet
werden darf" (JÖSchG, § 9).
PÄDAGOGISCH GESEHEN
Egal, ob es Eltern
erlauben würden oder nicht ! Auf einer Kinderfreizeit
sollten Zigaretten nichts zu suchen haben !
1. Kinder sind noch viel zu klein, um die Risiken
und Folgen vom Rauchen (z.B. Gesundheitliche Schäden)
abschätzen zu können !
2. Jeder Betreuer und jedes Kind kann auf viele
andere Teilnehmer eine Art Vorbildfunktion ausüben
(und sie hier negativ beeinflussen).
3. Es gibt immer wieder Kinder, die - um in der
Gruppe auch was zu gelten - sich, ohne nachzudenken,
anpassen würden (Gruppendruck).
BEMERKUNG
In einer möglichen
Diskussion, ob ein Ferienlager nun als "Öffentlich"
anzusehen ist oder nicht, plädiere ich deswegen
für JA, weil
* viele Fahrten
für Kinder sicher öffentlich ausgeschrieben
sind (öffentliche Broschüren, Zeitungen,
Homepages etc.) UND
* eine Menge von Ferienlagern gar nicht unter Ausschluss
der Öffentlichkeit stattfinden , d.h.
o es sind vielleicht noch Kinder anderer Gruppen
da oder
o ein Ferienlager findet z.B. inmitten eines Ortes
statt
Öffentlich
wären für mich deshalb alle die Orte,
an denen Leute, die nicht zur Gruppe gehören,
durch das Rauchen beeinflusst werden könnten
!
Bevor das Team aber
einmal so und einmal anders entscheidet, mit einer
Raucherlaubnis womöglich noch nichtbeteiligte
Kinder gefährdet, macht es tatsächlich
Sinn, von Ferienlager-Beginn an klare Verhältnisse
zu schaffen und im Sinne aller Argumente (Gefährdung
Dritter, Gruppendruck, Vorbildfunktion etc.) das
Rauchen zu verbieten !!
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Was
soll ich machen, wenn ich Kinder beim Rauchen
erwische ?
Nehmt
Euch die Kinder und setzt Euch mit ihnen zusammen
!
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AUFKLÄRUNG
Erklärt ihnen
- die
Regeln auf diesem Lager
- Risiken
des Rauchens (Lungenkrebs, Raucherbein, Husten etc.)
- dass
sie durch ihr Verhalten auch andere Kinder (negativ) beeinflussen können
und dies nicht gewünscht ist
KONSEQUENZEN
Informiert
die Eltern und den Träger des Ferienlagers.
Nehmt
den Kindern konsequent die Zigaretten weg !
Meist haben sie dann nicht soviel Geld dabei,
dass sie sich freiwillig weitere Schachteln
nachkaufen !
Sollte dies dennoch der Fall sein, so solltet
ihr im Wiederholungsfall unbedingt auch Konsequenzen
aussprechen !
Da Rauchen die Luft verpestet ;-) und Konsequenzen
immer im Zusammenhang mit der Tat stehen sollten
ist eine Aktion, die mit dem Saubermachen verschiedener
Dinge zu tun hat, vielleicht eine gute Lösung
!
Nur wenn sich Kinder gar nicht vernünftig
in die Gruppe integrieren lassen (und womöglich
auch andere Kids mit reinziehen), dann sollte
man in Betracht ziehen, in Absprache mit dem
Träger härtere Maßnahmen (Eltern
informieren, nach Hause schicken) zu ergreifen
!
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Wie
kann ich das Thema bereits zu Beginn des Lagers
angehen ?
mehr ...
Eigentlich
sollte man zu Beginn eines Lagers nicht die
Pferde scheu machen !
Viele Verbote machen die Dinge doch erst interessant
!
Dadurch, dass es sich sowieso um eine Kinderfreizeit
handelt, kann man grundsätzlich ja auch
erstmal davon ausgehen, dass das Thema Rauchen
nicht zur Diskussion steht !
Sollte es dennoch notwendig sein, dann setzt
Regeln und Grenzen und klärt diese unmissverständlich
mit der Großgruppe !
(Wir hatten dann schriftlich Regeln ausgearbeitet
und von jedem Kind unterschreiben lassen)
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| 2.
Alkohol |
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Dürfen
Kinder im Ferienlager Alkohol trinken ?
Natürlich
nicht ....
mehr ...
GESETZESGRUNDLAGE
Das
Gesetz zum Schutze der Jugend in der Öffentlichkeit
(Artikel 1 des Gesetzes zur Neuregelung des
Jugendschutzes in der Öffentlichkeit) besagt,
dass "in Gaststätten, Verkaufsstellen
oder sonst in der Öffentlichkeit
1. Branntwein, branntweinhaltige Getränke
oder Lebensmittel, die Branntwein
in nicht nur geringfügiger
Menge enthalten, an Kinder und Jugendliche,
2. andere alkoholische Getränke an Kinder
und Jugendliche unter sechzehn
Jahren
weder abgegeben noch ihnen der Verzehr gestattet
werden darf."
Punkt 2 würde nicht gelten, wenn Jugendliche
von einem Personensorgeberechtigten (§
2 Abs. 2 Nr. 1) begleitet werden.
PÄDAGOGISCH
GESEHEN
Egal,
ob es Eltern erlauben würden oder nicht
! Auf einer Kinderfreizeit darf Alkohol kein
Thema sein !
1. Kinder sind noch viel zu klein, um die Risiken
und Folgen des Alkohols (Trunkenheit,
Alkoholvergiftung ... ) abschätzen zu können
!
2. Jeder Betreuer und jedes Kind kann auf viele
andere Teilnehmer eine Art Vorbildfunktion
ausüben (und sie hier negativ beeinflussen).
3. Es gibt immer wieder Kinder, die - um in
der Gruppe auch was zu gelten - sich, ohne nachzudenken,
anpassen würden (Gruppendruck).
BEMERKUNG
In einer möglichen Diskussion, ob ein Ferienlager
nun als "Öffentlich" anzusehen ist oder nicht,
plädiere ich deswegen für JA, weil
- viele
Fahrten für Kinder sicher öffentlich ausgeschrieben sind (öffentliche
Broschüren, Zeitungen, Homepages etc.) UND
- eine
Menge von Ferienlagern gar nicht unter Ausschluss der Öffentlichkeit
stattfinden , d.h.
- es
sind vielleicht noch Kinder anderer Gruppen da oder
- ein
Ferienlager findet z.B. inmitten eines Ortes statt
Öffentlich
wären für mich deshalb alle die Orte,
an denen Leute, die nicht zur Gruppe gehören,
durch den Genuss von Alkohol beeinflusst werden
könnten !
Bevor das Team aber einmal so und einmal anders
entscheidet und mit einer Trinkerlaubnis womöglich
noch nichtbeteiligte Kinder gefährdet,
macht es tatsächlich Sinn, von Ferienlager-Beginn
an klare Verhältnisse zu schaffen und im
Sinne aller Argumente (Gesundheit, Gefährdung
Dritter, Gruppendruck, Vorbildfunktion etc.)
Alkohol zu verbieten !!
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Was
soll ich machen, wenn ich Kinder mit
Alkohol erwische ?
Nehmt
Ihnen den Alkohol weg und setzt euch zusammen.
mehr ...
AUFKLÄRUNG
Erklärt ihnen
- die
Regeln auf diesem Lager
- Risiken
von Alkoholkonsum (Alkoholvergiftung, Geistige
Schäden, Abhängigkeit etc.)
- dass
sie durch ihr Verhalten auch andere Kinder (negativ) beeinflussen können
und dies nicht gewünscht ist
KONSEQUENZEN
Informiert
die Eltern und den Träger des Ferienlagers.
Nehmt den Kindern den Alkohol weg !
Meist haben sie dann nicht soviel Geld dabei,
dass sie sich freiwillig weiteren nachkaufen!
Sollte dies dennoch der Fall sein, so solltet
ihr im Wiederholungsfall unbedingt auch Konsequenzen
aussprechen !
Alkohol vernebelt die Sinne und da Konsequenzen
immer im Zusammenhang mit der Tat stehen sollten
ist eine Aktion, die mit alternativen Getränken
(z.B. Zubereitung und Ausschank alkfreier Getränke
bei einer Disco) zu tun hat, vielleicht eine
gute Lösung !
Nur wenn sich Kinder gar nicht vernünftig
in die Gruppe integrieren lassen (und womöglich
auch andere Kids mit reinziehen), dann sollte
man in Betracht ziehen, in Absprache mit dem
Träger härtere Maßnahmen (Eltern
informieren, nach Hause schicken) zu ergreifen
!
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Wie kann ich das Thema bereits zu Beginn des Lagers
angehen ?
mehr ...
Eigentlich
sollte man zu Beginn eines Lagers nicht die Pferde scheu machen !
Viele Verbote machen die Dinge doch erst interessant !
Dadurch, dass es sich sowieso um eine Kinderfreizeit
handelt, kann man grundsätzlich ja auch
erstmal davon ausgehen, dass das Thema Alkohol
nicht zur Diskussion steht !
Sollte es dennoch notwendig sein, dann setzt Regeln und Grenzen und klärt
diese unmissverständlich mit der Großgruppe !
(Wir hatten dann schriftlich Regeln ausgearbeitet und von jedem Kind unterschreiben
lassen)
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| 3.
Heimweh |
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Warum
haben Kinder im Ferienlager Heimweh ?
Ursachen
für Heimweh von Kindern können ganz
unterschiedlich sein
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- die
Kids sind das 1.Mal von zuhause weg
- die
neue Umgebung macht die Kinder unsicher und
weckt Ängste
- die
Integration des Kindes ist nicht so, wie es
sich das gewünscht hat
- alle
kannten sich schon
- Kind
hat irgendein Merkmal, das zum Lästern
verleitet
- uvm.
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Wie
reagiere ich bei Kindern auf Heimweh ?
Kinder
mit Heimweh brauchen erstmal besondere Aufmerksamkeit
!
mehr
...
Versuche,
den Kindern die schönen Seiten des Ferienlagers zu vermitteln !
Das kann bedeuten
- die
Kinder bei einer tollen Aktion zu integrieren
- mit
Stärken des Kindes (z.B. Malen, Sport, Musik) zu arbeiten
- Kindern
Aufgaben zu geben
- mit
den Kindern zu reden bzw. ihnen z.B. bei Sorgen zuzuhören !!
Eigentlich
ist der Umgang mit dem Heimweh eine ganz individuelle Geschichte und läuft
mit jedem Kind anders ab !
ALLERDINGS:
Es
gibt auch trotzdem immer wieder Kinder, die
eine solche Zuwendung gerne ausnutzen!
Bedenke, dass es auch noch andere Kinder gibt
und dass die besondere Fürsorge der Integration
dienen soll.
Sollte
sich das Heimweh gar nicht bessern, so bleibt
nur der Weg über den Träger und gegebenenfalls
nach Hause !!
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