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Umgang mit schwierigen Teilnehmern


Einleitung


Nicht selten kommt es vor, dass man als Betreuer vor der Situation steht, dass sich die Teilnehmer einer Ferienmaßnahme nicht so verhalten, wie sich das gehört.
Da gilt es dann, Fingerspitzengefühl zu zeigen und entsprechend zu reagieren !


Mögliche Verhaltensauffälligkeiten

  • Aggressivität (Provokationen, Massive Beschimpfungen, Sachbeschädigungen…..)
  • Null-Bock-Kinder (Kids nehmen sich aus allem raus, haben zu nichts Lust)
  • Intriganten (Hetze hinter dem Rücken der Betreuer)
  • Übertrieben pubertäre Kids (Bettgeschichten, Rauchen, Alkohol)
  • Unterdrückung (Kids werden ständig gehänselt, unter Druck gesetzt)
  • Diebstahl
  • Depressive Kids
  • Religiöse Auffälligkeiten (Hang zum Gläserrücken, Teufel)



Hintergrundwissen

Als Betreuer sollte man hier ein möglichst breites Hintergrundwissen über das Kind haben !
Ziel des Wissens muss immer sein, die Kinder angemessen zu behandeln !
Fehlverhalten kann nämlich mehrere
Ursachen haben:

  • Familiensituation
    • Schlechtes soziales Umfeld (Eltern schlechte Vorbilder, falsche Freunde, unterdrückende Geschwister uvm.)
    • Stress (zu wenig Ausgleich, familiäre Probleme wie z.B. Scheidung der Eltern uvm. )

  • Körperliche Gründe
    • Krankheiten (Hyperaktivität...)
    • optische Mißbildungen wie z.B. eine Hasenscharte

  • Maßnahmeninterne Prozesse
    • Gruppenphasen (das aggressive Kind befindet sich mit der Gruppe in der Machtkampfphase und kämpft um seinen Platz)
    • Die Rolle des Kindes (Kind ist z.B. in einer Aussenseiterrolle)
    uvm.


LÖSUNGSANSÄTZE

Es gibt keine Pauschallösungen !!

Gute Wege gibt es sicherlich mehr, hängen aber auch ganz individuell von den Kindern ab !




Möglichkeiten

Grundsätzlich bietet sich an, folgend vorzugehen !

  • Das Gespräch unter 4, bei Auseinandersetzungen auch mehr Augen suchen !
  • Versuchen zu erklären, was mgl. Opfer / Geschädigte denken und fühlen
  • Erklären, warum das Verhalten nicht geduldet werden kann / Grenzen setzen
  • Entschuldigung fordern

Im Wiederholungsfall :

  • Gespräch
  • Auf die Wiederholung aufmerksam machen
  • Versuchen zu erklären, was mgl. Opfer / Geschädigte denken und fühlen
  • Erklären, warum das Verhalten bzw. die Überschreitung der bereits ausgesprochenen Grenze nicht geduldet werden kann
  • Konsequenzen androhen / geben !!




Wichtig:

Ein Team sollte eine Linie fahren, sich gegenseitig unterstützen !

Die Energien der Kinder sollten stets positiv verwertet werden !

Keine leeren Drohungen, sonst macht man sich als Betreuer schnell unglaubwürdig !

(Nur) Wenn ein Kind die Maßnahme soweit stört, dass es für die Gruppe nicht mehr tragbar ist, ist dies ein Grund zum Nachhauseschicken !!

Betreuer können und sollen nicht versuchen zu therapieren !

 




 
 


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